Neue Trends in Data Science werden nicht mehr nur durch Spezialisten aus den Bereichen Stochastik/Statistik oder Mathematik ermittelt.

Susan Moore, Member of Gartner Inc., der weltgrößten Forschungseinrichtung für Informationstechnologie und Consulting, geht davon aus, dass bis 2020 mehr als 40 Prozent aller Aufgabenbereiche der Data Scientists automatisiert sein werden. Dies führe nicht nur zu einer höheren Produktivität, sondern ermögliche es zunehmend, wiederkehrende Abläufe so genannten „Citizen Data Scientists“ zu übertragen.

Den „Citizen Data Scientist“ definiert Moore als „eine Person, die Datenmodelle generiert, welche bereits fortgeschrittene diagnostische, prädiktive oder präskriptive Methoden einsetzen.* Jedoch besitzt ein „Citizen Data Scientist“ nicht zwingend einen Hochschulabschluss in den Bereichen Statistik oder Analytics. Vielmehr gehe es darum, verschiedenste Expertisen durch die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams zusammenzustellen, die in der Lage sind, wiederkehrende Datenanalysen mit komplexen Techniken und Werkzeugen zu kombinieren.

Dieser Trend zur Standardisierung von Analysemethoden durch „data integration“ and „model building“ ist ebenso bei den Entwicklern von Data- und Analytics-Softwareplattformen erkennbar und durchzieht alle Bereiche von Industrie, Wirtschaft, dem Gesundheitswesen und der öffentlichen Hand.

Deutsche Unternehmen beschäftigen derzeit noch zu wenige „Native Data Scientists“, jedoch sind die erforderlichen Fachkompetenzen bei vielen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen vorhanden, um mit einer entsprechenden Weiterbildung gewinnbringend Datenanalysen durchzuführen.

Hier setzt die Agentur für wissenschaftliche Weiterbildung und Wissenstransfer e.V. mit dem Zertifikatskurs Data Science an. Die Weiterbildung ist an keine spezifische Branche gerichtet und ermöglicht es, individuelle Fragestellungen der Lernenden aufzugreifen und aus unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren. Unsere Teilnehmer und Teilnehmerinnen bringen Expertise aus  Bereichen wie Kommunikationsdienstleistungen, Business Intelligence, Bildungsgangsmanagement und  Life Science und bis hin zum  Berichtwesen im Polizeidienst mit.

Um die Teilnehmenden für die neuen Herausforderungen fit zu machen, vereinigt der Weiterbildungskurs „Data Science“ Fachwissen aus der Informatik mit quantitativen Methoden und Aspekten des Informations- und Kommunikationsdesigns. Und das auf Hochschulniveau! Dabei wird mit R, dem SQL Server und anderen Tools aus den Bereichen Datenvorbereitung, Analyse und Visualiserung / Kommunikation gearbeitet. Auch auf cloudbasiertes  Machine Learning wird mit konkreten Beispielen Bezug genommen.

Der Kurs setzt sich aus drei Modulen zusammen, die einzeln buchbar sind.

Modul 1: Datenvorverarbeitung (Data Preparation and Wrangling)

Modul 2: Quantitative Methoden und Data Mining

Modul 3: Darstellung der Analyseergebnisse und Storytelling

Der dritte Durchgang startet im Oktober 2017 mit dem Modul „Datenvorverarbeitung (Data Preparation and Wrangling).

Weitere Informationen erhalten Sie unter

https://www.aww-brandenburg.de/weiterbildungsangebote/data-science/

Dr. Annette Strauß: annette.strauss@aww-brandenburg.de  03381-355-750

Melanie Zahn:  melanie.zahn@aww-brandenburg.de  03381-355-754

 

*(Quelle: http://www.gartner.com/newsroom/id/3570917) 22.02.2017