Datenkompetenz 4.0 für die digitale Arbeitswelt

Die Prognos AG hat in Zusammenarbeit mit der index-Gruppe einen Digitalisierungskompass 2018 für Deutschland erstellt. Betrachtet man die Region Berlin-Brandenburg auf der interaktiven Karte, ist überwiegend die Farbe hellrosa erkennbar. Damit steht das Land Brandenburg nicht pe se schlecht dar. Es gibt durchaus viele andere Regionen in Deutschland die ein ähnliches Ranking erreichen.

Während Berlin als Zentrum auf Rang 6 und Potsdam als Landeshauptstadt immerhin noch auf Rang 52 liegen, gibt es mit der Uckermark oder auch dem Elbe-Elster-Kreis Regionen, die weit abgeschlagen auf den Rängen 377 bzw. 390 liegen. Hier macht sich der stagnierende Breitbandausbau in den ländlichen Regionen des Landes Brandenburg bemerkbar, der sich auch auf dem betreffenden Arbeitsmarkt sowie in den verbundenen Branchen auswirkt.

Erste Ergebnisse der Bedarfsanalyse Datenkompetenz 4.0 für die digitale Arbeitswelt

Dieses Bild spiegelt sich auch in den ersten Ergebnissen der Bedarfsanalyse des Projektes Datenkompetenz 4.0 für die digitale Arbeitswelt wieder, welches von der Agentur für wissenschaftliche Weiterbildung und Wissenstransfer e.V. (AWW e.V.)  durchgeführt wird. Während die Mehrheit der Antworten die Wichtigkeit der voranschreitenden Digitalisierung zeigten und auch Weiterbildungsbedarfe auf diesem Gebiet in naher Zukunft signalisierten, stellte sich in den Antworten keine eindeutige Richtung nach den benötigten und gewünschten Inhalten der Weiterbildungen dar.

Hier stellt sich in Verbindung mit dem Digitalisierungskompass die Frage: Wenn die Digitalisierung noch nicht in der Breite bei den regionalen Unternehmen angekommen ist, woher sollen dann die Unternehmen wissen, in welche Richtung der künftige Weiterbildungsbedarf gehen sollte? Besonders kleine und mittlere Unternehmen sind auf mittelfristige Entwicklungen ausgerichtet, so dass langfristige Perspektiven Kosten verursachen. Wenn für die Unternehmen noch kein unmittelbarer Nutzen erkennbar ist, wird (vorerst noch) nicht in die Qualifikation der eigenen Mitarbeitenden investiert.

Unternehmen, die sich bisher noch nicht an der Bedarfsanalyse der AWW e.V. beteiligt haben, sind hiermit herzlich eingeladen das nachzuholen. Der Fragebogen ist HIER zu finden!

Ansprechperson:
Susanne Huyoff
T +49 3381 355 – 742
M susanne.huyoff@th-brandenburg.de