Gestern fand am Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM) Berlin-Brandenburg ein Fachtag zum Thema „Digitalisierung in der Weiterbildung“ statt, an dem auch die Projektleiterin des ESF-Projektes „Datenkompetenz 4.0 für eine digitale Arbeitswelt“, Susanne Huyoff,  teilnahm.

Das Thema Digitalisierung hat in unterschiedlichen Formen den Bereich der Weiterbildung erreicht. Auf dem Fachtag wurden aus den verschiedensten Bereichen über die Ziele und erste Projekterfahrungen berichtet. Als einer von vielen Gründen für einen zunehmenden Digitalisierungsgrad wurde das adaptive Lernen herausgestellt. Mehrere Projekte zeigten, dass in digitalen Lernumgebungen heterogenere Zielgruppen angesprochen werden können. Damit wird eine Individualisierung der Lerninhalten ermöglicht, die mehr Menschen mit alternativen Lernbiografien erreichen kann.

Beispiele für vorgestellte Projekte

Das „Erweitere Lernwelten“-Projekt des Deutschen Volkshochschulverband stellte die VHS-Cloud vor, mit der Unterrichtsinhalte für verschiedene Angebote deutschlandweit zugänglich gemacht werden. Andere Angebote im Bereich „Train the Trainer“ befähigen Ausbilder für digitale Themen im Ausbildungskontext. Im Bereich Gesundheit und Pflege geht es um den Einsatz von Blended-Learing-Ansätzen in der Weiterbildung der Mitarbeitenden, um Arbeitsfehlzeiten in der Betreuung von Patienten auf Grund von vorgeschriebenen Weiterbildungskursen zu reduzieren.

Besonders beeindruckend war das Projekt des Fördervereins Akademie 2. Lebenshälfte, das u.a. älteren Menschen den Zugang zu digitalen Kommunikationsmitteln wie Tablet und Handy vermittelt. Menschen, die wie wir jeden Tag wie selbstverständlich mit Handy, PC und Tablet umgehen, denen ist es oft nicht bewusst, das sich das Leben durch den immer raumgreifenderen digitalen Wandel einschränken kann. Online-Banking, Einkaufen im Internet, Buchen von Reisen und damit verbundenen Fahrkarten über Tablet und Handy – für viele alles längst Normalität. Für ältere Menschen hingegen mit Hürden und Barrieren verbunden, die das selbständige Leben zunehmend einschränken. Dieser Zielgruppe durch spezielle Angebote diese Hürden zu nehmen ist eine gute Form von digitaler Weiterbildung.

Perspektiven

So hat der Fachtag und der Austausch mit Teilnehmenden und Vortragenden aus unterschiedlichen Bereichen für das Digitalisierungsprojekt von AWW e.V. neue Anregungen und Gedanken für das weitere Vorgehen gebracht. Die kleinteilige Modularisierung von Weiterbildungen step by step stand im Fokus vieler vorgestellter Initiativen. Das wird in nächster Zeit auch für unsere Projekt mehr als eine Überlegung wert sein.

Ansprechperson „Datenkompetenz für die digitale Arbeitswelt“
Susanne Huyoff
T +49 3381 355 – 742
M susanne.huyoff@th-brandenburg.de