Am gestrigen Donnerstag war es soweit: Nach zwei Jahren endet die IQ Brückenmaßnahme für Akademikerinnen und Akademiker der Agentur für wissenschaftliche Weiterbildung und Wissenstransfer e.V. mit der Vergabe der Zertifikate für Teilnehmende des 2. Durchganges.

Im Beisein der Präsidentin Frau Prof. Wieneke-Toutaoui und Professoren des Fachbereiches Informatik und Medien der Technischen Hochschule Brandenburg erhielten acht Teilnehmende ihre abschliessenden Unterlagen. Vier unter ihnen haben in den vergangenen 10 Monaten ihre Deutschkenntnisse verbessert, diverse Fachmodule besucht und über Leistungsbewertungen gezeigt, daß sie diese Inhalte beherrschen und mit einem Praktikum den ersten Schritt auf dem Arbeitsmarkt gemacht. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan und Ungarn. Weitere vier Teilnehmer aus dem Iran, Kenia und Griechenland haben ebenfalls mit Praktikas erste Gehversuche in regionalen Unternehmen gewagt. Für alle stellte die Maßnahme eine Perspektive zur erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt dar, wie einer der Teilnehmenden, Herr Gholam Faruq Majidi, in seiner Dankesrede betonte.

Gleichzeitig mit der Zertifikatsvergabe ist auch das Projekt beendet. Die IQ Brückenmaßnahme für Akademikerinnen und Akademiker ist zum 31.12.2017 für die Agentur ausgelaufen. In dieser Zeit haben die Projektmitarbeiterinnen viele unterschiedliche Schicksale gehört, eine Vielzahl an Menschen getroffen, die durch ihren Einsatz anderen Menschen mit Migrationsgeschichte helfen hier Fuß zu fassen, neue Blickwinkel im Gebiet der Migrations- und Flüchtlingsarbeit erfahren und neue Kolleginnen und Kollegen in den anderen IQ-Teilprojekten kennengelernt. Nicht zuletzt haben wir 14 Menschen mit Migrationsgeschichte bei ihrem Übergang in den deutschen Arbeitsmarkt eine Brücke bauen können. Was uns daran erfreut – eine unserer Teilnehmerinnen ist inzwischen unsere Kollegin an der Technischen Hochschule Brandenburg und weitere Teilnehmer haben bereits Arbeitsverträge bzw. diese sind in Vorbereitung. Was uns traurig macht – es gab viele Menschen, denen wir auf Grund der Rahmenbedingungen des Projektes nicht helfen konnten. Allen, die Kontakt zu uns hatten, wünschen wir auf ihrem weiteren Weg viel Erfolg und auch eine Portion Glück.

Insgesamt waren es zwei Jahre mit Herausforderungen, die wir gemeistert haben und neuen Ideen, Anregungen und Erfahrungen, die uns in unserem weiteren Berufsalltag begleiten werden.

Ansprechperson:
Susanne Huyoff
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M susanne.huyoff@th-brandenburg.de
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